PHOTOGRAPHY CALLING! LAST CALL am Freitag, den 13.01.2012
Am Freitag, den 13.01.2012 erschallt im Sprengel Museum Hannover der LAST CALL! der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! Von 17.00 bis 21.00 Uhr laden die Niedersächsische Sparkassenstiftung und das Sprengel Museum Hannover nicht nur zu einem After Work-Cocktail mit musikalischer Begleitung ein, sondern die Kuratoren der Ausstellung, Inka Schube und Thomas Weski, stellen auch die Neuerwerbungen der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vor. Im PC!-Interview berichtet Dr. Sabine Schormann, Stiftungsdirektorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, über die Neuankäufe der Stiftung.
PC!-Blog: Frau Dr. Schormann, nach welchen Kriterien sind die von der Stiftung angekauften Werke ausgewählt worden?
S.S: Der Kunstbeirat der Stiftung verfolgt im Bereich Fotografie drei Ziele: Zum einen werden sogenannte stilbildende, internationale und nationale fotografische Positionen angekauft, weil wir eine Sammlung in musealer Qualität zusammen stellen möchten. Deren Verfügbarkeit wird aber bei der dynamischen Entwicklung des Kunstmarkts zunehmend begrenzter. Daher haben wir uns in der ersten Periode der Sammlungsaktivität vorrangig auf die Sicherung derartiger Positionen konzentriert. Inzwischen sind wir in der Lage auch Arbeiten jüngerer Fotografinnen und Fotografen zu erwerben, von denen wir und unsere Berater der Meinung sind, dass sie bereits ein eindeutiges künstlerisches Potential entwickelt haben. Und natürlich haben wir als niedersächsische Stiftung auch ein Auge auf den Arbeiten von Fotografinnen und Fotografen aus unserem Land. Es geht aber nicht darum, eine enzyklopädische Sammlung anzulegen, sondern sich auf bestimmte Positionen zu konzentrieren, diese in die Tiefe zu sammeln und so eine Sammlung mit unverwechselbarem Profil zu erlangen.
13.01.2012 unkommentiert
Heute, 22.11., im Sprengel Museum Hannover: Gespräch mit Tobias Zielony
Am Dienstag, den 22.11.2011 ist der deutsche Fotograf Tobias Zielony ab 18.30 Uhr zu Gast im Sprengel Museum. Im Zuge der Veranstaltung ‘PHOTOGRAPHY CALLING! Einblicke/Ausblicke’ wird der in Berlin lebende Künstler u.a. von der Arbeit an seiner 2008 entstandenen Foto-Serie ‘Trona – Armpit of America’ berichten und Fragen des Publikums beantworten.
Installationsansicht: ‘Trona – Armpit of America’ (2008)
Foto: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum Hannover
22.11.2011 unkommentiert
Fünf Minuten (oder auch ein bisschen mehr) mit … Inka Schube und Thomas Weski
PC!-Blog: Hallo Inka Schube, Sie bereiten gerade gemeinsam mit Thomas Weski die Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! vor, was erwartet die Besucher?
I.S.: Eine Ausstellung, die herausragende Positionen versammelt, wunderbare Bilder, vieles, was hier erstmals gezeigt wird: eine Serie von Nicholas Nixon etwa aus den frühen 1980er Jahren, die in Europa noch nie zu sehen war, und die zeigt, wie fantastisch der Fotograf mit der Großformatkamera umzugehen vermag und wie er über Menschen und die Möglichkeiten ihres Miteinanders zu berichten weiß. Die Aufmerksamkeit, mit der da jemand schaut, ist wirklich erstaunlich. Diesen Fotografien gegenüber hängen Bilder von Tobias Zielony, Arbeiten aus der Serie ‚Trona’, die ca. 30 Jahre später entstanden. Auch hier schaut jemand sehr genau, auch hier erzählt jemand von den Möglichkeiten des Miteinanders, auf völlig andere Weise.
Darf ich noch weiter reden?
PC!-Blog: Ja, nur zu!
I.S.: Von Rineke Dijkstra sind Arbeiten zu sehen, die speziell für diese Ausstellung produziert wurden. Wir sind sehr froh darüber: Erinnern Sie sich an die Bilder von den Müttern kurz nach der Entbindung? Sie entstanden in den frühen 1990er-Jahren. Den Babys, die die jungen Frauen damals in den Armen trugen, kann man in der Ausstellung nun wieder begegnen. Sie schauen, ca. 17 Jahre später, stolz und auch ein bisschen herausfordernd in die Kamera. Dijkstra erzählt auf sehr berührende Weise von Leben und Lebenszeit.
Aber das ist nur einer der vielen Höhepunkte der Ausstellung. Immerhin sind mehr als 400 Werke von 31 Fotografinnen und Fotografen zu sehen, die Projekträume nicht mitgezählt.
© Hans-Peter Feldmann
06.10.2011 unkommentiert
Fünf Minuten (oder auch ein bisschen mehr) mit … Tobias Zielony
Im Zentrum der Arbeiten des Berliner Fotografen Tobias Zielony steht immer wieder das Leben von Jugendlichen aus sozialen Randgebieten. Im Jahr 2006, Zielony lebte damals während eines Stipendienaufenthaltes für einige Zeit in Los Angeles, besuchte er die rund 270 km von L.A. entfernte Bergbausiedlung Trona. Nahezu isoliert liegt Trona am Rand des Death Valleys in der kalifornischen Wüste, der nächste Ort ist eine Autostunde weit entfernt. Zielony betrat eine Stadt, deren Kontrast zu den glamourösen Sunshine-Boulevards von L.A. nicht krasser ausfallen könnte. Einst eine durch den Abbau von Mineralien industriell florierende Stadt, ist Trona seit einer Entlassungswelle in den 1990er-Jahren mehr und mehr dem Zerfall preisgegeben. In seiner Foto-Serie ‘Trona – Armpit of America’, die von Samstag an in der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! im Sprengel Museum Hannover zu sehen sein wird, hält Zielony in ausdrucksstarken Bildern das durch Arbeitslosigkeit und den Konsum der Droge Crystal Meth geprägte Umfeld der Jugendlichen fest. Im Interview mit dem PC!-Blog erzählt Zielony von seiner Zeit in Trona und seiner Arbeit mit den Jugendlichen.
PC!-Blog: Tobias, wie bist du auf die Idee gekommen, ausgerechnet in Trona zu fotografieren?
T.Z.: Mehrere Leute hatten mir von Trona erzählt als ich in Los Angeles war, viele Leute fahren auf dem Weg nach Death Valley durch Trona. Schließlich habe ich dann auf einer Party eine Gruppe von Studenten getroffen, die direkt aus Trona kamen. Sie waren sichtlich beeindruckt, aber auch geschockt.
© Tobias Zielony
04.10.2011 unkommentiert






