Boris Mikhailov: Kommender Preisträger des ‘SPECTRUM’ Internationaler Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen
Am 9. Januar 2012 lud das Sprengel Museum Hannover zu einem Pressefrühstück anlässlich der Vorstellung des kommenden Preisträgers des ‘SPECTRUM’ Internationaler Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen ein.
Der von der Jury nach einer rekordverdächtig kurzen und einmütigen Sitzung bestimmte kommende Preisträger, der ukrainische Fotograf Boris Mikhailov, kam mit seiner Frau und Arbeitspartnerin Vita Mikhailov nach Hannover. Er nahm die Gratulation von Dietrich H. Hoppenstedt, Präsident der Stiftung Niedersachsen, entgegen, dankte in sehr persönlichen Worten für die Ehrung und beantwortete Fragen der Presse. Boris Mikhailov stellte exklusiv in diesem Kreis eine Arbeit vor, die noch im Werden begriffen ist und die sich mit den 1950er-Jahren in der UdSSR, den Jugendjahren des Fotografen, beschäftigt: “Ist es möglich, die Vergangenheit zu fotografieren? … Es gibt keine Bilder für das, was damals geschah. Zum Beispiel in einem wissenschaftlichen Institut, unter ständiger Beobachtung des KGB [Geheimdienst der UdSSR]. … Ist es möglich, diese Lücke im visuellen Gedächtnis zu füllen?” Henning Queren, Neue Presse Hannover, fragte den fotografierenden Chronisten des Zerfalls der UdSSR und seiner Folgen, was denn der Welt verloren gegangen sei mit dem Ende der Sowjetunion. „Opposition” antwortete Mikhailov nach kurzem Überlegen.
29.01.2012 unkommentiert
PHOTOGRAPHY CALLING! LAST CALL am Freitag, den 13.01.2012
Am Freitag, den 13.01.2012 erschallt im Sprengel Museum Hannover der LAST CALL! der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! Von 17.00 bis 21.00 Uhr laden die Niedersächsische Sparkassenstiftung und das Sprengel Museum Hannover nicht nur zu einem After Work-Cocktail mit musikalischer Begleitung ein, sondern die Kuratoren der Ausstellung, Inka Schube und Thomas Weski, stellen auch die Neuerwerbungen der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vor. Im PC!-Interview berichtet Dr. Sabine Schormann, Stiftungsdirektorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, über die Neuankäufe der Stiftung.
PC!-Blog: Frau Dr. Schormann, nach welchen Kriterien sind die von der Stiftung angekauften Werke ausgewählt worden?
S.S: Der Kunstbeirat der Stiftung verfolgt im Bereich Fotografie drei Ziele: Zum einen werden sogenannte stilbildende, internationale und nationale fotografische Positionen angekauft, weil wir eine Sammlung in musealer Qualität zusammen stellen möchten. Deren Verfügbarkeit wird aber bei der dynamischen Entwicklung des Kunstmarkts zunehmend begrenzter. Daher haben wir uns in der ersten Periode der Sammlungsaktivität vorrangig auf die Sicherung derartiger Positionen konzentriert. Inzwischen sind wir in der Lage auch Arbeiten jüngerer Fotografinnen und Fotografen zu erwerben, von denen wir und unsere Berater der Meinung sind, dass sie bereits ein eindeutiges künstlerisches Potential entwickelt haben. Und natürlich haben wir als niedersächsische Stiftung auch ein Auge auf den Arbeiten von Fotografinnen und Fotografen aus unserem Land. Es geht aber nicht darum, eine enzyklopädische Sammlung anzulegen, sondern sich auf bestimmte Positionen zu konzentrieren, diese in die Tiefe zu sammeln und so eine Sammlung mit unverwechselbarem Profil zu erlangen.
13.01.2012 unkommentiert
“Aufnahmen, die es wert sind, gezeigt zu werden”
Für alle, die die Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! noch nicht besucht haben, lohnt ein Blick in die Ausstellungsbesprechung des NDR. Der Kurzbeitrag ‘Fotoausstellung im Sprengel Museum‘ vermittelt samt Statements von Museumsdirektor Prof. Ulrich Krempel und Kurator Prof. Thomas Weski einen ersten Eindruck über die 33 verschiedene Künstler umfassende Ausstellung.
06.11.2011 unkommentiert
Was meint eigentlich ‘Fotografie im dokumentarischen Stil’?
Anfang der 1970er Jahre hat Walker Evans den Begriff der ‘Fotografie im dokumentarischen Stil’ geprägt. Einen Begriff, mit dem sich die Kuratoren Inka Schube und Thomas Weski innerhalb der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! stark auseinandergesetzt haben und dessen Defintion Weski wie folgt beantwortet: “‘Fotografie im dokumentarischen Stil’ ist eine künstlerische Fotografie mit den Mitteln des Dokumentarischen.” Doch hat diese in den Arbeiten jüngerer Fotografen heute überhaupt noch eine Zukunft? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat der PC!-Blog bei der Fotografin Elisabeth Neudörfl nachgefragt, die in der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! mit ihrer 2011 entstandenen Arbeit ‘Ökoton’ vertreten ist. Hier ihre Antwort:
Elisabeth Neudörfl
Foto: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum Hannover
23.10.2011 unkommentiert
Es ist eröffnet!
Ausverkaufte Tickets und Partystimmung bis in den frühen Morgen: Nach der Preview am vergangenen Samstagabend während der Langen Nacht der Fotografie ist am Sonntagvormittag die Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! offiziell eröffnet worden. Für alle, die leider nicht dabei sein konnten oder sich die Impressionen der Veranstaltungen noch einmal ins Gedächtnis rufen möchten, geht`s hier zur Fotogalerie.
Fotos: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum Hannover
Text: Gesa Lehrmann
12.10.2011 1 Kommentar
Fünf Minuten (oder auch ein bisschen mehr) mit … Inka Schube und Thomas Weski
PC!-Blog: Hallo Inka Schube, Sie bereiten gerade gemeinsam mit Thomas Weski die Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! vor, was erwartet die Besucher?
I.S.: Eine Ausstellung, die herausragende Positionen versammelt, wunderbare Bilder, vieles, was hier erstmals gezeigt wird: eine Serie von Nicholas Nixon etwa aus den frühen 1980er Jahren, die in Europa noch nie zu sehen war, und die zeigt, wie fantastisch der Fotograf mit der Großformatkamera umzugehen vermag und wie er über Menschen und die Möglichkeiten ihres Miteinanders zu berichten weiß. Die Aufmerksamkeit, mit der da jemand schaut, ist wirklich erstaunlich. Diesen Fotografien gegenüber hängen Bilder von Tobias Zielony, Arbeiten aus der Serie ‚Trona’, die ca. 30 Jahre später entstanden. Auch hier schaut jemand sehr genau, auch hier erzählt jemand von den Möglichkeiten des Miteinanders, auf völlig andere Weise.
Darf ich noch weiter reden?
PC!-Blog: Ja, nur zu!
I.S.: Von Rineke Dijkstra sind Arbeiten zu sehen, die speziell für diese Ausstellung produziert wurden. Wir sind sehr froh darüber: Erinnern Sie sich an die Bilder von den Müttern kurz nach der Entbindung? Sie entstanden in den frühen 1990er-Jahren. Den Babys, die die jungen Frauen damals in den Armen trugen, kann man in der Ausstellung nun wieder begegnen. Sie schauen, ca. 17 Jahre später, stolz und auch ein bisschen herausfordernd in die Kamera. Dijkstra erzählt auf sehr berührende Weise von Leben und Lebenszeit.
Aber das ist nur einer der vielen Höhepunkte der Ausstellung. Immerhin sind mehr als 400 Werke von 31 Fotografinnen und Fotografen zu sehen, die Projekträume nicht mitgezählt.
© Hans-Peter Feldmann
06.10.2011 unkommentiert
PHOTOGRPAHY SPEAKERS! stellen vor: PHOTOGRAPHY CALLING!
14 Studenten/Absolventen der Fotografie aus Bielefeld bereiten sich vor in der langen Nacht der Fotografie am 8. Oktober 2011 und am darauf folgenden Eröffnungstag die Besucher als Photography Speakers! durch die Ausstellung zu begleiten.
Initiiert wurde dies von Prof. Roman Bezjak, dessen Ausstellung ARCHÄOLOGIE EINER ZEIT: SOZIALISTISCHE MODERNE parallel zu PHOTOGRAPHY CALLING! bis zum 16. Oktober 2011 im SPRENGEL MUSEUM zu sehen ist und die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Obere Reihe von links: Philipp Günther, Norbert Eilers, Andreas Rothaus, Christian Döller, Stefan Törmer, Rosa Kaiser
Untere Reihe von links: Andrea Grützner, Carolin Bollig, Barabara Proschak, Johanna Saxen, Meller Ehlert, Joana Nitschke, Tamara Pribaten (Cathleen Falckenhayn fehlt)
30.08.2011 unkommentiert







