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Erstmals in Europa: John Gossage ‘The Thirty-Two Inch Ruler’ und ‘Map of Babylon’ im Sprengel Museum Hannover


L›History Books‹ nennt der 1946 in New York geborene John Gossage seine fotografischen Bücher. In Europa sind es vor allem jene über Berlin zu Zeiten des Kalten Krieges (Stadt des Schwarz. City of Black, 1987, und Berlin in the Time of the Wall, 2004), über die Grenze zwischen den USA und Mexiko (There and Gone, 1997), über die Industrie in Venedig (The Romance Industry, 1998) und das kürzlich neu aufgelegte Werk The Pond (1985 / 2010), die John Gossage bekannt gemacht haben.

Das Sprengel Museum Hannover zeigt in der dritten Einzelausstellung des Fotografen in diesem Haus nun erstmals in Europa Arbeiten aus den Serien The Thirty- Two Inch Ruler und Map of Babylon. Eine Publikation, die beide Serien vorstellt, erschien 2010 im Verlag Steidl.

John Gossage: Ohne Titel, aus: The Thirty-Two Inch Ruler (2008)

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Annette Völckner gefällt dieser Artikel

17.02.2012   Kommentare deaktiviert

Lieblingsbilder


Es gibt unzählige Gründe dafür, dass uns manche Fotografien mehr ansprechen als andere. Hier erzählen Mitarbeiter der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, für PHOTOGRAPHY CALLING! Partner des Museums, von ihrem ganz persönlichen Zugang zu einzelnen Werken. Eine rein subjektive Bildbetrachtung in vier Videos.

*Video:eine rein subjektive bildbetrachtung in vier videos.

1. Dr. Sabine Schormann

*Video:eine rein subjektive bildbetrachtung in vier videos.

2. Martina Fragge

*Video:eine rein subjektive bildbetrachtung in vier videos.

3. Julia Kittler

*Video:eine rein subjektive bildbetrachtung in vier videos.

4. Kerstin Hüsken

30.11.2011   unkommentiert

short cuts: Michael Schmidt und Hans-Peter Feldmann


Das Ihme-Zentrum in Hannover: ein Betonklotz, ein gescheitertes Projekt, eine Architektur im Zerfall, eine städteplanerische Vision und ein Musterbeispiel des Brutalismus. Geometrische Formen, klare Funktionen und grauer Sichtbeton. Das Ihme-Zentrum ist ein Labyrinth aus Durchgängen, Überdachungen, Balkonen, Hochhäusern und Tiefgaragen. Gebaut wurde es Anfang der 1970er Jahre. Eine Vision im Wandel. Die Architektur steckt fest zwischen Abbruch und Sanierung. Als Michael Schmidt 1997/98 das Zentrum fotografierte, war einer seiner Impulse, Berlin als Ort und Sujet zu verlassen und neue Bilder im alten Westdeutschland zu finden. Hannover gilt vielen als wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Mittelwert. Im Krieg zerstört, nicht völlig, aber dennoch substanziell, und dann wieder aufgebaut, mit all den vermeintlichen Fehlern der Nachkriegszeit. Diese Zeit dauerte aber länger, als man dachte: auch in den 1970er Jahren konnte man noch Lücken schließen und Ideen ausprobieren. Schmidt präsentiert ein nüchternes Bild: Der große zentrale Wohnblock wird als Monolith inmitten der Stadt gezeigt. Eine klare und kompromisslose Fotografie. Aber auch in der Betonwüste findet sich die Poesie. Die schlichten, monochromen Bilder von Wänden haben eine andere Zeichensprache. Schlieren und Löcher, Verspachtelungen und Fugen werden zur Projektionsfläche der Utopie. Miniaturen der Flucht.

Michael Schmidt

Michael Schmidt: ‘Ihme-Zentrum’, 1997/98, geprintet in 2009

Foto: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum Hannover

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28.10.2011   unkommentiert

Fünf Minuten (oder auch ein bisschen mehr) mit … Inka Schube und Thomas Weski


PC!-Blog: Hallo Inka Schube, Sie bereiten gerade gemeinsam mit Thomas Weski die Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! vor, was erwartet die Besucher?

I.S.: Eine Ausstellung, die herausragende Positionen versammelt, wunderbare Bilder, vieles, was  hier erstmals gezeigt wird: eine Serie von Nicholas Nixon etwa aus den frühen 1980er Jahren, die in Europa noch nie zu sehen war, und die zeigt, wie fantastisch der Fotograf mit der Großformatkamera umzugehen vermag und wie er über Menschen und die Möglichkeiten ihres Miteinanders zu berichten weiß. Die Aufmerksamkeit, mit der da jemand schaut, ist wirklich erstaunlich.  Diesen Fotografien gegenüber hängen Bilder von Tobias Zielony, Arbeiten aus der Serie ‚Trona’, die ca. 30 Jahre später entstanden. Auch hier schaut jemand sehr genau, auch hier erzählt jemand von den Möglichkeiten des Miteinanders, auf völlig andere Weise.

Darf ich noch weiter reden?

PC!-Blog: Ja, nur zu!

I.S.: Von Rineke Dijkstra sind Arbeiten zu sehen, die speziell für diese Ausstellung produziert wurden. Wir sind sehr froh darüber:  Erinnern Sie sich an die Bilder von den Müttern kurz nach der Entbindung? Sie entstanden in den frühen 1990er-Jahren. Den Babys, die die jungen Frauen damals in den Armen trugen, kann man in der Ausstellung nun wieder begegnen. Sie schauen,  ca. 17 Jahre später, stolz und auch ein bisschen herausfordernd in die Kamera.  Dijkstra erzählt auf sehr berührende Weise von Leben und Lebenszeit.

Aber das ist nur einer der vielen Höhepunkte der Ausstellung. Immerhin sind mehr als 400 Werke von 31 Fotografinnen und Fotografen zu sehen, die Projekträume nicht mitgezählt.

Hans-Peter Feldmann Rose

© Hans-Peter Feldmann

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06.10.2011   unkommentiert