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Es geht weiter!


Die Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! ist vorüber. Die Werke, eben noch Ihren Blicken dargeboten, sind auf dem Weg zurück in die Depots und Ateliers. Am 29. Januar 2012, 11.15 Uhr, eröffnet das Sprengel Museum Hannover die Ausstellung „Ilya Kabakov. Eine Rückkehr zur Malerei“.

Wir freuen uns insbesondere über die zahlreichen jungen Besucherinnen und Besucher der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! über diejenigen, die zum ersten Mal im Sprengel Museum Hannover waren und die vielleicht, wenn denn noch Zeit für einen Abstecher in das Untergeschoss des Museums war, so ganz nebenbei auch den MERZ-Bau von Kurt Schwitters oder dieses oder jenes andere Werk der Klassischen Moderne für sich entdecken konnten. 2011 war (nicht nur) für die Fotografie im Sprengel Museum Hannover ein ereignisreiches, anregendes, aufregendes Jahr: Zu erwähnen sind, neben PHOTOGRAPHY CALLING!, die Ausstellung des Preisträgers des ›SPECTRUM‹ Internationaler Preis für Fotografie der Stiftung Niedersachsen, der großen iranischen Fotografen-Persönlichkeit Bahman Jalali; die nach 40 Jahren erste Museums-Ausstellung von Ted Arnold von Borsig; der Theo Lingen-Raum von Hans-Peter Feldmann (in Kürze im Kunstverein Lingen zu sehen) und Roman Bezjaks Fotografien von Architekturen der Nachkriegsmoderne in Osteuropa (zurzeit in einer Hamburger Galerie ausgestellt). Wir danken Ihnen, den Besucherinnen und Besuchern, für Ihr Interesse, für die Neugier, Seh- und Denklust, mit der Sie die Ausstellungen begleitet haben.Wir danken den Künstlerinnen und Künstlern, mit denen zu arbeiten wir 2011 die Ehre und das Vergnügen hatten, für ihr Vertrauen. Wir wünschen allen ein erfülltes 2012.

Projektraum von Wilhelm Schürmann während der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING!

Projektraum von Wilhelm Schürmann während der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! im Sprengel Museum Hannover

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26.01.2012   unkommentiert

short cuts: Michael Schmidt und Hans-Peter Feldmann


Das Ihme-Zentrum in Hannover: ein Betonklotz, ein gescheitertes Projekt, eine Architektur im Zerfall, eine städteplanerische Vision und ein Musterbeispiel des Brutalismus. Geometrische Formen, klare Funktionen und grauer Sichtbeton. Das Ihme-Zentrum ist ein Labyrinth aus Durchgängen, Überdachungen, Balkonen, Hochhäusern und Tiefgaragen. Gebaut wurde es Anfang der 1970er Jahre. Eine Vision im Wandel. Die Architektur steckt fest zwischen Abbruch und Sanierung. Als Michael Schmidt 1997/98 das Zentrum fotografierte, war einer seiner Impulse, Berlin als Ort und Sujet zu verlassen und neue Bilder im alten Westdeutschland zu finden. Hannover gilt vielen als wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Mittelwert. Im Krieg zerstört, nicht völlig, aber dennoch substanziell, und dann wieder aufgebaut, mit all den vermeintlichen Fehlern der Nachkriegszeit. Diese Zeit dauerte aber länger, als man dachte: auch in den 1970er Jahren konnte man noch Lücken schließen und Ideen ausprobieren. Schmidt präsentiert ein nüchternes Bild: Der große zentrale Wohnblock wird als Monolith inmitten der Stadt gezeigt. Eine klare und kompromisslose Fotografie. Aber auch in der Betonwüste findet sich die Poesie. Die schlichten, monochromen Bilder von Wänden haben eine andere Zeichensprache. Schlieren und Löcher, Verspachtelungen und Fugen werden zur Projektionsfläche der Utopie. Miniaturen der Flucht.

Michael Schmidt

Michael Schmidt: ‘Ihme-Zentrum’, 1997/98, geprintet in 2009

Foto: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum Hannover

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28.10.2011   unkommentiert

Fünf Minuten (oder auch ein bisschen mehr) mit … Inka Schube und Thomas Weski


PC!-Blog: Hallo Inka Schube, Sie bereiten gerade gemeinsam mit Thomas Weski die Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! vor, was erwartet die Besucher?

I.S.: Eine Ausstellung, die herausragende Positionen versammelt, wunderbare Bilder, vieles, was  hier erstmals gezeigt wird: eine Serie von Nicholas Nixon etwa aus den frühen 1980er Jahren, die in Europa noch nie zu sehen war, und die zeigt, wie fantastisch der Fotograf mit der Großformatkamera umzugehen vermag und wie er über Menschen und die Möglichkeiten ihres Miteinanders zu berichten weiß. Die Aufmerksamkeit, mit der da jemand schaut, ist wirklich erstaunlich.  Diesen Fotografien gegenüber hängen Bilder von Tobias Zielony, Arbeiten aus der Serie ‚Trona’, die ca. 30 Jahre später entstanden. Auch hier schaut jemand sehr genau, auch hier erzählt jemand von den Möglichkeiten des Miteinanders, auf völlig andere Weise.

Darf ich noch weiter reden?

PC!-Blog: Ja, nur zu!

I.S.: Von Rineke Dijkstra sind Arbeiten zu sehen, die speziell für diese Ausstellung produziert wurden. Wir sind sehr froh darüber:  Erinnern Sie sich an die Bilder von den Müttern kurz nach der Entbindung? Sie entstanden in den frühen 1990er-Jahren. Den Babys, die die jungen Frauen damals in den Armen trugen, kann man in der Ausstellung nun wieder begegnen. Sie schauen,  ca. 17 Jahre später, stolz und auch ein bisschen herausfordernd in die Kamera.  Dijkstra erzählt auf sehr berührende Weise von Leben und Lebenszeit.

Aber das ist nur einer der vielen Höhepunkte der Ausstellung. Immerhin sind mehr als 400 Werke von 31 Fotografinnen und Fotografen zu sehen, die Projekträume nicht mitgezählt.

Hans-Peter Feldmann Rose

© Hans-Peter Feldmann

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06.10.2011   unkommentiert