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Fünf Minuten (oder auch ein bisschen mehr) mit… Martin Parr

 

Für seine Serie ‘Luxury’, die innerhalb der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! im Sprengel Museum Hannover zu sehen ist, hat sich der britische Fotograf Martin Parr in die Welt des internationalen Jet-Sets begeben. Für die in den Jahren 2004-2011 entstandenen Aufnahmen hat Parr u.a. auf der Moskauer Millionärs-Messe, während der Pferde-Renntage im englischen Gosfroth und auf der Moskauer Fashion Week fotografiert. Im PC!-Blog-Interview äußert sich Parr, der auch Mitglied der Agentur Magnum ist, zu seiner Arbeit mit den Mitgliedern der Oberschicht.

Martin Parr Luxury

Martin Parr: Aus 'Luxury', 2004-2011. Russia. Moscow. Fashion Week, 2004.

PC!-Blog: Mr. Parr, what was your intention when you photographed for ‘Luxury’?

M.P: My Intention was to photograph wealthy people at the type of function where they socialise.

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05.01.2012   unkommentiert

Fünf Minuten (oder auch ein bisschen mehr) mit … Wilhelm Schürmann

 

Wilhelm Schürmann, studierter Chemiker, Fotograf, Exgalerist und bis eben Professor für Fotografie an der FH Aachen, sammelt seit 1981 gemeinsam mit Gabriele Schürmann Gegenwartskunst. Noch bis zum 15. Januar bespielt Schürmann den Projektraum der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING!. Im PC!-Blog verrät Schürmann u.a., wo für ihn die Verbindung zwischen den Naturwissenschaften und Kunst liegt.

PC!-Blog: Herr Schürmann, wie kommt es, dass Sie früher Chemie studiert und sich heute der Kunst verschrieben haben?

W.S.: Naturwissenschaften sind eine recht logische Wissenschaft. Das Studium offerierte neben der Theorie eben auch die Praxis in der Erforschung und Synthetisierung von Präparaten und der Erschließung von neuen Wegen diese herzustellen. Die Kunst ist da gar nicht so fern. Doch die Logik benötigt die Nichtlogik, die Anschauung jenseits der Sprache. Dieses Unaussprechliche zu eröffnen ist mir andauerndes Bedürfnis. Das Verstehen jenseits von Meßtechnik und Beweisbarkeit bietet der Umgang mit Kunst. Verstehen von was eigentlich? Meinem Menschsein vielleicht?

Wilhelm Schürmann plant die Hängung der von ihm mitgebrachten Werke

Wilhelm Schürmann

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02.01.2012   unkommentiert

short cuts: Diane Arbus und Martin Parr

 

Wer verliert schon gern die Contenance? Haltung bewahren bedeutet alles. Kontrolle und Dominanz, Einfluss und Souveränität. Die Körpersprache verrät, wer du bist oder gerne wärst. Ein fester Händedruck, ein klarer Blick, forsches Voranschreiten oder vornehme Zurückhaltung, das Spektrum der Selbstdarstellung ist weit gefasst. Entgleisungen passieren aber immer wieder: Stolpern, Stottern, Spucken, Achselschweiß und Essensreste, Flecken und Verfehlungen aller Art. Je entschlossener die Norm definiert wird, desto schneller gerät man ins Abseits. Wer bestimmt eigentlich, was richtig und was falsch ist? Wann und wo überschreitet man die Grenze vom Konsens zum Nonsens, von der Mitte zum Rand, vom Normalen zum Anormalen? Diane Arbus blickte in jedes Gesicht und zeigt uns auf ihren Bildern Travestiten und Konservativen, Riesen und Zwerge, Spießer und Hippies, Nudisten und Militaristen, Kinder, Träumer, Süchtige, Alte und Junge. Als Diane Arbus fotografierte, kannte man noch nicht den Begriff der Political Correctness oder den Inklusionsgedanken, der die zementierten Grenzen zwischen Behinderten und Nichtbehinderten auflösen soll. Damals waren Freaks einfach Freaks, Penner waren Penner, Schwule waren schwul, ein Afroamerikaner im besten Falle ein Neger und Leute mit Downsyndrom hießen Mongoloide. Eine Welt, die in Begriffen der Repression und Ausgrenzung sprach und dachte und dennoch deutlich machte, wie hilflos die Menschen waren (und es immer noch sind), wenn es darum geht, zu erkennen, dass es mehr als eine Seinsform gibt. Und dass die Norm der Werbebilder, mit den schönen straffen Menschen, die sich als gut verdienende Mütter und Väter liebevoll um die erfolgreiche Zukunft ihrer Kinder kümmern, nur Fiktion ist.

Installationsansicht: Martin Parr

Installationsansicht: Martin Parr: 'Luxury' (2004/2011)

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29.12.2011   unkommentiert

Frohes Fest!

 

Der PHOTOGRAPHY CALLING!-Blog wünscht allen Lesern besinnliche Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr!

Diane Arbus: Xmas Tree in a Living Room in Levittown, L.I., 1963

Diane Arbus: Xmas Tree in a Living Room in Levittown, L.I., 1963

24.12.2011   unkommentiert

short cuts: Rineke Dijkstra und Paul Graham

 

Rineke Dijkstra fotografierte 1994 Mütter unmittelbar nach der Entbindung. Die Frauen stehen aufrecht vor einem neutralen Hintergrund und halten ihre Säuglinge auf dem Arm. Glück und Erschöpfung, Schönheit und Anstrengung, das Wunder des Lebens und die harte Wirklichkeit sind auf diesen Bildern zu sehen. Die Kinder sind noch keine Stunde alt, die Ekstase und der Schmerz der Geburt gerade vorbei. Dennoch nehmen die Frauen schon wieder Haltung an, stolz und selbstbewusst schauen sie in die Kamera und inszenieren die Mutterschaft. 17 Jahre später porträtierte die Fotografin die früheren Säuglinge als Jugendliche. Ein Moment von großer Intensität entsteht, den nur die Fotografie erzeugen kann: die Zeit wird übersprungen, im unmittelbaren Nebeneinander der Bilder begreifen wir, dass alle Menschen den Weg durch die Zeit nehmen, geboren werden und altern und dass die Erinnerung an die eigene Geburt unmöglich ist. Im Foto ist sie aber dokumentiert. Auf den Bildern sieht man nicht die Ähnlichkeit zwischen Säugling und jungem Erwachsenen, sondern die Zeichnung der Abstammung: die Gesichter der Mütter und ihrer Kinder ähneln sich auf verblüffende Weise. Persönlichkeit und Lebensweg sind individuell, dennoch gibt es immer einen Grund, auf dem wir stehen, eine Prägung und eine Vorherbestimmung.

Installationsansicht Sprengel Museum Hannover: Rineke Dijkstra

Installationsansicht: Rineke Dijkstra

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Annette Völckner gefällt dieser Artikel

22.12.2011   unkommentiert

Am 2. Weihnachtstag im Museum: Das PHOTOGRAPHY CALLING!-Table Quiz

 

Vollgestopft von der Weihnachtsgans, ermüdet von den Gesprächen mit den Verwandten und dem unablässigem Auf-dem-Sofa-Sitzen, sehnt sich so mancher am 2. Weihnachtstag nach Abwechslung. Für alle, die Freude am Spielen und Raten haben, veranstaltet das Sprengel Museum Hannover am 26.12.2011 um 15.00 Uhr erstmals ein Table Quiz im Museum. Moderiert wird das PHOTOGRAPHY CALLING!-Table Quiz von Peter Düker, Moderator des Table Quiz im Café K, und Inka Schube, Kuratorin der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING!.

Table Quiz im Sprengel Museum Hannover
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Madeingermanyzwei Netzwerk gefällt dieser Artikel

18.12.2011   1 Kommentar

Auf den Spuren eines Sammlers: Wilhelm Schürmann führt durch den Projektraum der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING!

 

Noch bis zum 15.1.2012 stellt das Sammlerpaar Gabriele und Wilhelm Schürmann einen Teil seiner Kunstsammlung im Projektraum der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! im Sprengel Museum Hannover aus. Der PC!-Blog hat Wilhelm Schürmann durch den von ihm kuratierten Raum begleitet und seine Assoziationen und Gedanken zu ausgewählten Werken in drei Videos festgehalten.

*Video:schürmann

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13.12.2011   unkommentiert

Weihnachtsgeschenk gesucht und gefunden: Stephen Gill: COMING UP FOR AIR. ECHO BOX. A memorize Game.

 

Bis Weihnachten sind es nur noch wenige Tage. Allen, denen bisher die zündende Idee für ein ausgefallenes Geschenk fehlt, hilft jetzt das PHOTOGRAPHY CALLING!-Weihnachts-Special aus der Patsche: Exklusiv für das Sprengel Museum Hannover hat der Londoner Fotograf Stephen Gill im Stil des bekannten Gedächtnisspiels ‘Memory’ ein Gesellschaftsspiel produziert, dessen Spielkarten 60 verschiedene Motive seiner Arbeiten ‘Coming up for Air’ und ‘B Sides’ zeigen. Zu einem besonderen Erlebnis und sicherlich zu einer bleibenden Erinnerung wird dieses außergewöhnliche Weihnachtsgeschenk zusammen mit einem Besuch der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! im Sprengel Museum Hannover, wo derzeit Stephen Gills Foto-Serie ‘Coming up for Air’ zu sehen ist.

Stephen Gill COMING UP FOR AIR. ECHO BOX. A memorize game.

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10.12.2011   unkommentiert

Die Gewinner des PHOTOGRAPHY CALLING!-Gewinnspiels stehen fest!

 

Sieben Wochen lang hatten die Leser des PC!-Blogs die Möglichkeit, auf Werbetafeln und Litfaßsäulen nach Plakaten der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! zu suchen und diese zu fotografieren. An dieser Stelle veröffentlichen wir drei der eingesandten Aufnahmen. Alle Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

© H. Dietz [weiterlesen →]

Helmut Dietz gefällt dieser Artikel

08.12.2011   unkommentiert

Gabriele und Wilhelm Schürmann eröffnen am 6.12. den dritten Projektraum der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING!

 

Nach Thierry Geoffroy und Markus Schaden bespielen die Sammler Gabriele und Wilhelm Schürmann ab Dienstag, den 6.12.2011, den Projektraum der Ausstellung PHOTOGRAPHY CALLING! Unter dem Titel ‘The sound of downloading makes me want to upload’ eröffnet das Sammlerpaar um 18.30 Uhr mit einer kleinen Einführung zu ihrer Sammlung den dritten Projektraum.

Wilhelm Schürmann, studierter Chemiker, Fotograf, Exgalerist und bis eben Professor für Fotografie an der FH Aachen, sammelt seit 1981 gemeinsam mit Gabriele Schürmann Gegenwartskunst. „Schürmann vertieft bis heute sein Verständnis von Welt mittels seines individuellen visuellen Zugriffs auf die Wirklichkeit,“ ist in einem Porträt des Goethe-Instituts über ihn zu lesen.

Wilhelm Schürmann beim Auspacken seiner Werke

Wilhelm Schürmann (rechts) beim Auspacken der Kunstwerke

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06.12.2011   unkommentiert