Kolumne — Hinter den Kulissen
Was Spannendes hinter den Kullissen des Sprengel Museums Hannover passiert, erfahrt ihr hier.
Hinter den Kulissen … bei den Fotografen Aline Gwose und Michael Herling
Heute widmet sich der PHOTOGRAPHY CALLING!-Blog der handwerklichen Seite des Mediums Fotografie: Ging es bislang in Gesprächen mit den ausstellenden Künstlern vorrangig um die ästhetische, künstlerische Sicht auf Fotografie, kommen nun die hauseigenen Fotografen des Sprengel Museum Hannover Aline Gwose und Michael Herling zu Wort und berichten von ihrer täglichen Arbeit.

Foto: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum Hannover
29.09.2011 unkommentiert
Hinter den Kulissen … bei der Restauratorin Ria Heine
Egal ob Holzschnitt, Aquarell oder Fotografie, als Restauratorin für Grafik nimmt Ria Heine fast alles unter die Lupe, was an Kunst im Sprengel Museum Hannover auf Papier entstanden ist. Im Interview gibt die 56-Jährige einen Einblick in dreißig Jahre Berufserfahrung und einen Arbeitsbereich, der die aus über 20 000 Werken bestehende graphische Sammlung des Sprengel Museums Hannover umfasst.

PC!-Blog: Frau Heine, was gehört zu Ihren Aufgaben als Restauratorin für Grafik?
R.H: Ich betreue die graphische Sammlung des Sprengel Museums, bin für den Zustand der Werke verantwortlich. Dazu gehört das Begutachten von Bildern aus unserem eigenen Bestand und von Werken, die neu ins Haus kommen. Wenn wir für die Ausstellung Photography Calling! Bilder von anderen Museen oder von Stiftungen ausleihen, ist es üblich, zu jedem Foto ein Eingangsprotokoll zu erstellen, in dem Auffälligkeiten vermerkt werden. Auch die Verpackung und der Zustand des Bildes werden genau dokumentiert. Darüber hinaus bin ich am Aufbau der Ausstellungen beteiligt, kümmere mich um die Rahmung der Fotos. Die Ausmaße einiger Fotoarbeiten für die Ausstellung Photography Calling! stellen für unsere Haustechnik eine Herausforderung dar: wie bringt man zum Beispiel ein Foto von Gursky mit den Massen 5 x 3m in die Sammlung? Dafür haben wir einen Probetransport durchgeführt, bei dem alles geklappt hat. Dann habe ich ein Auge darauf, dass die Werke sachgerecht, das heißt schonend, angebracht werden. Am Ende der Ausstellung wird wieder ein Abgleich gemacht, damit Veränderungen festgehalten werden können. Und natürlich geht es in meinem Beruf darum, den Erhaltungszustand einzelner Werke zu sichern oder zu verbessern, wobei Letzteres vor allem auf Schenkungen oder Ankäufe zutreffen kann.
08.09.2011 unkommentiert


