Artikel aus dem — August 2012
Interview mit Kuratorin Inka Schube
Noch bis zum 7. Oktober ist im Raum der Fotografie des Sprengel Museum Hannover die Ausstellung ‚Bernhard Fuchs: Porträts / Autos / Straßen und Wege’ zu sehen. Der Photography Calling-Blog! hat bei Inka Schube, Kuratorin der Ausstellung, nachgefragt, was es mit der Fotoschau auf sich hat:
PC!-Blog: Im Jahr 2000 war Bernhard Fuchs an der Gruppenausstellung ‚How you look at it’ im Sprengel Museum Hannover beteiligt. Was hat Sie nun dazu bewogen, dem Künstler eine Einzelausstellung zu widmen?
I.S.: Da ist erstens die Tatsache, dass Bernhard Fuchs ein herausragender Fotograf ist, und sein Werk von einer außergewöhnlichen inneren Konsequenz.
Interessanter Weise treten Anfang der 1990er Jahre gleich mehrere Fotografinnen und Fotografen an die Öffentlichkeit, die sich, vermittelt über die Bezugnahme auf klassische Porträttraditionen, in Langzeitprojekten mit Orten ihrer Kindheit auseinandersetzen. 2004 zeigte Zoltán Jókay (*1960) im Sprengel Museum Hannover Porträts. Jitka Hanzlová (*1958), eine ebenso außergewöhnliche Porträtfotografin, war mit ihrer Arbeit Forest in PHOTOGRAPHY CALLING! vertreten. Wie Bernhard Fuchs (*1971) und auch Albrecht Tübke (*1971) setzten sie sich vermittelt über die Porträtfotografie mit Werten auseinander, die das eigene Heranwachsen prägten. Auf den ersten Blick scheinen ihre Bilder sehr ähnlich. Auf den zweiten zeigen sich erstaunliche Nuancen, Ausdifferenzierungen.
01.08.2012 unkommentiert



